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Feste Spangen

 

Thermoelastische Bögen:

 

Die eigentliche „Spange“ bei einer festsitzenden Bracketapparatur sind die Drahtbögen, die sich durch die Brackets ziehen. Sie formen die Zahnbögen aus und stellen die Zähne an ihren richtigen Platz.

In unserer Praxis arbeiten wir zu Beginn der Behandlung ausschließlich mit sogenannten Thermo-Elastischen-Drähten, diese sind schmerzreduzierend und aktivieren sich selbstständig durch die eigene Körpertemperatur. Der Vorteil gegenüber den von der Gesetzlichen Krankenkasse als Standardleistung vorgesehenen Stahl-Bögen ist klar erkennbar: die Belastung die mit Stahldrähten auf einmal wirkt, wird mit Thermoelastischen Drähten auf die Dauer der Gesamttragezeit verteilt und ist somit für den Patienten wesentlich besser auszuhalten.


Nebenwirkungen


Zusammenfassend kann man sagen: Es ist unsere Aufgabe, die Bänder und Brackets gewissenhaft zu befestigen und regelmäßig zu kontrollieren, ob Bänder neu festgeklebt werden müssen. Ihre Mitarbeit muss jedoch darin bestehen, für eine gründliche Pflege der Zähne Sorge zu tragen und darauf zu achten, dass die Befestigung der Bänder nicht durch Gewalteinwirkung gefährdet wird.  Berücksichtigt man dies, so ist in der Regel mit einer Beschädigung des Zahnschmelzes nicht zu rechnen. Können die Wurzeln der Zähne beschädigt werden?

Ziemlich häufig beobachtet man, dass die Wurzelenden durch die Regulierung mit einer Multibandapparatur abgerundet werden: d.h., dass die meist recht spitz endende Wurzel durch die Bewegung des Zahnes durch den Knochen diese Spitze verliert.  Die Haltbarkeit des Zahnes wird jedoch dadurch nicht verringert.

Nur äußerst selten kommt es vor, dass ein größerer Teil der Wurzel verloren geht und die Lebensdauer des Zahnes auf längere Sicht beeinträchtigt werden kann. Ein zu starker Druck der Apparatur auf den Zahn kann dies verursacht haben; es kann aber auch der Patient eine Veranlagung hierzu mitbringen, so wie z. B. nicht jeder Mensch jedes Arzneimittel verträgt.

 

Die Spange reinigen
 

Oben wurde geschildert, daß zwei Metallbänder auf die großen Backenzähne aufgesetzt werden, um den Gesichtsbogen zu verankern. Versieht man nun viele oder alle Zähne mit solchen Metallbändern oder –plättchen (auch „Brackets“ genannt), so entsteht eine sogenannte Multibracketapparatur: Auf der Backenseite jedes Bandes sitzt eine kleine Metallschiene, durch die ein dünner Draht geführt wird. Die Spannung dieses Drahtes bewegt die Zähne an den richtigen Platz. Die Tatsache, daß Ihr Kind dieses Gerät nicht herausnehmen kann, hat natürlich einen Nachteil. Es bedarf nämlich täglicher Anstrengung, diese Spange und die Zähne von Speiseresten zu reinigen.

Wir werden Ihrem Kind eine spezielle Putztechnik mit einer geeigneten Zahnbürste zeigen. Darüber hinaus verschreiben wir zur zusätzlichen Vorbeugung gegen Karies (Zahnfäule) eine einmal wöchentlich (abends) zu benutzende Zahnpaste mit einem erhöhten Fluoridgehalt. Dieser erschwerten Zahnpflege steht aber der klare Vorzug gegenüber, daß man mit dieser festsitzenden Apparatur häufig die Zahnstellung in einer Weise verbessern kann, wie es mit herausnehmbaren Geräten nicht möglich wäre.

Sicher werden Sie fragen, ob diese Metallbänder und -brackets den Zähnen nicht schaden können. Ja, sie können, aber sie müssen nicht!  Was heißt das?  Die Metallbänder werden mit einem Spezialkunststoff auf den Zähnen befestigt, in der Weise, daß der schmale Spalt zwischen Band und Zahn vollständig ausgefüllt wird.  Dadurch ist unter dem Band kein Platz für Speisereste, die den Zahnschmelz beschädigen können und dadurch zur Karies führen. Darüber hinaus setzt der „Kleber“ ständig Fluorid frei und gewährt somit einen zusätzlichen Schutz.

 

Unbedingt und gründlich
 

Nun bedeckt das Band aber nicht den ganzen Zahn, sondern lässt oben und unten ein Stück Zahnfläche frei.  Werden diese Stellen nicht regelmäßig und gründlich geputzt, so sammeln sich hier Bakterien an, die den Zahnschmelz zerstören. Ja, diese Bakterien wandern sogar vom Rand her in die Klebstoffschicht ein und zersetzen sie.

Zwischen Zahn und Band bildet sich dadurch ein feiner Spalt, in den sich Speisereste einnisten können, die die Zahnbürste nicht mehr erreicht. Ein solcher Spalt zwischen Zahn und Band kann auch dadurch entstehen, daß der Klebstoff durch Gewalteinwirkung bricht und ausbröckelt.  Damit muß rechnen, wer Knorpel oder harte Bonbons zerbeißt, am Bleistift nagt, oder seine Zähne auf ähnliche Weise zweckentfremdet.